Ein kürzlich entdeckter Asteroid von etwa der Größe eines Busses wird heute Abend, am 12. März, gegen 23:27 Uhr EDT (03:27 GMT am 13. März) außergewöhnlich nah an der Erde vorbeifliegen. Der Asteroid mit der Bezeichnung 2026 EG1 wird auf seinem Weg über die Südhalbkugel bis auf 197.466 Meilen (317.791 Kilometer) an unseren Planeten herankommen – näher als der Mond.
Entdeckung und Flugbahn
Der Asteroid wurde erst vor wenigen Tagen, am 8. März, beobachtet und seine Flugbahn lässt darauf schließen, dass er einer 655-tägigen elliptischen Umlaufbahn um die Sonne folgt. Diese Umlaufbahn führt ihn von der Umlaufbahn der Erde bis über die Umlaufbahn des Mars hinaus, was ihn zu einem relativ häufigen Besucher unserer kosmischen Nachbarschaft macht. Bei seiner größten Annäherung wird 2026 EG1 mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 21.513 Meilen pro Stunde (34.621 Kilometer pro Stunde) unterwegs sein.
Keine Bedrohung für die Erde
Trotz dieser Nähe bestätigt die NASA, dass 2026 EG1 keine Bedrohung für die Erde oder ihren Mond darstellt. Es wird lautlos unter der Antarktis vorbeifliegen und seine Reise durch das Sonnensystem fortsetzen. Die nächste bedeutende planetarische Annäherung des Asteroiden wird erst im Jahr 2186 stattfinden, wenn er in einer Entfernung von 7,5 Millionen Meilen (12,1 Millionen km) am Mars vorbeifliegt.
Verbesserung der Erkennungsfähigkeiten
Dieser Vorbeiflug unterstreicht die laufenden Bemühungen, erdnahe Objekte (NEOs) zu verfolgen. Die NASA überwacht derzeit über 41.000 NEOs, und es wird erwartet, dass diese Zahl mit der Einführung neuer Beobachtungsinstrumente wie dem Vera Rubin Observatory erheblich ansteigt. Das Observatorium hat anhand erster Daten bereits über 2.000 bisher unbekannte Himmelskörper identifiziert. Trotz der großen Anzahl verfolgter Asteroiden hat das Center for Near Earth Object Studies der NASA festgestellt, dass im nächsten Jahrhundert keine glaubwürdige Gefahr größerer Asteroideneinschläge besteht.
Die zunehmende Erkennungsrate erdnaher Asteroiden verdeutlicht die Fortschritte in der Weltraumüberwachungstechnologie und gibt gleichzeitig die Gewissheit, dass katastrophale Auswirkungen in absehbarer Zukunft statistisch unwahrscheinlich bleiben.