Neue Studie zeigt, dass künstlerisches Engagement mit messbaren gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist

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Neue Studie zeigt, dass künstlerisches Engagement mit messbaren gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist

Die Teilnahme an kreativen Aktivitäten – vom Singen und Tanzen bis zum Malen oder dem Besuch von Live-Auftritten – macht nicht nur Spaß; Es verbessert nachweislich die Gesundheit, indem es wichtige biologische Prozesse verändert. Eine groß angelegte Studie, die umfassendste ihrer Art, hat gezeigt, dass die Teilnahme an der Kunst mit erheblichen Veränderungen bei Proteinen korreliert, die mit einer verringerten Entzündung und einer verbesserten Gehirnfunktion verbunden sind. Diese Forschung bestätigt nicht nur, dass die Künste gut für Sie sind; es beginnt zu erklären, warum.

Biologische Mechanismen hinter den gesundheitlichen Auswirkungen von Kunst

Forscher am University College London analysierten Daten von etwa 6.000 Erwachsenen im Vereinigten Königreich und maßen 184 Proteine, die mit verschiedenen Körpersystemen verbunden sind. Die Studie fand einen klaren Zusammenhang zwischen der Häufigkeit und Vielfalt des künstlerischen Engagements – sei es durch aktive Teilnahme (wie Tanzen oder Singen) oder passiven Genuss (wie einen Opernbesuch) – und spezifischen Proteinschwankungen.

Je mehr sich eine Person mit den Künsten beschäftigt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie Veränderungen in diesen Proteinen aufweist, mit messbaren Auswirkungen auf die Gesundheit. Bemerkenswerterweise könnten 16–38 % des Zusammenhangs zwischen künstlerischer Teilnahme und besseren Gesundheitsergebnissen durch diese Proteinveränderungen erklärt werden, selbst nach Berücksichtigung von Faktoren wie Einkommen und Bildung.

Reduziertes Krankheitsrisiko bestätigt

Die Studie geht über die bloße Korrelation hinaus. Follow-up-Daten zeigten, dass ein höheres Engagement in den Künsten mit einem geringeren zukünftigen Risiko für mehrere schwerwiegende Erkrankungen verbunden war:
– Herzkrankheit
– Typ-2-Diabetes
– Arthritis
– Depression
– Demenz

Hier geht es nicht nur darum, sich besser zu fühlen; Es geht um einen konkreten physiologischen Schutz. Mehrere betroffene Proteine ​​hängen mit dem Stoffwechsel, der Gesundheit der Gehirnzellen und – was entscheidend ist – entzündungshemmenden Prozessen zusammen. Die Künste können das Entzündungssystem, ein Schlüsselfaktor für die langfristige Gesundheit, aktiv „wieder ins Gleichgewicht bringen“.

Der Bedarf an weiterer Forschung

Obwohl die Ergebnisse überzeugend sind, betonen Experten die Notwendigkeit einer Wiederholung und weiterer Untersuchungen. Aktuelle Daten stellen eine Momentaufnahme dar und lassen Fragen zu optimalen Expositionswerten unbeantwortet.

„Während lange angenommen wurde, dass die Teilnahme an künstlerischen Aktivitäten der Gesundheit und dem Wohlbefinden zugute kommt, blieben die zugrunde liegenden Mechanismen unklar.“ – Daryl O’Connor, University of Leeds

Forscher planen kausale Studien, etwa die Überwachung des Proteinspiegels vor und nach der Teilnahme an künstlerischen Aktivitäten, um die Richtung dieses Zusammenhangs zu bestätigen. Die neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Integration kreativen Engagements in öffentliche Gesundheitsstrategien ein wirksamer, aber oft übersehener Ansatz für die Prävention sein kann.