Geomagnetischer Sturm bringt Nordlichter am 19. März weiter nach Süden

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Nach Angaben des Space Weather Prediction Center (SWPC) der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) wird voraussichtlich am 19. März ein mäßiger geomagnetischer Sturm die Erde treffen und die Aurora Borealis möglicherweise bis nach Illinois sichtbar machen. Der Sturm, der durch einen koronalen Massenauswurf (CME) der Sonne ausgelöst wird, könnte die Intensität G3 erreichen und die Beobachtungsmöglichkeiten erheblich erweitern.

Was ist ein geomagnetischer Sturm?

Geomagnetische Stürme sind Störungen in der Magnetosphäre der Erde, die durch Sonnenaktivität verursacht werden. Die Intensität wird auf einer G-Skala gemessen:
* G1 (Moll) bis G5 (Extrem).
Der bevorstehende Sturm wird derzeit als G2 (mäßig) vorhergesagt, könnte aber auf G3 (stark) eskalieren.

Warum das wichtig ist: Stärkere Stürme bedeuten hellere, weiter verbreitete Polarlichter. Sie können auch die Funkkommunikation stören und im Extremfall sogar Auswirkungen auf die Stromnetze haben.

Die Wissenschaft hinter den Lichtern

Der Sturm stammt von einem CME, das am 16. März nach einer Sonneneruption der Größe M2,7 gestartet wurde. CMEs sind riesige Ausstöße von Plasma und Magnetfeldern aus der Sonne. Wenn diese auf die Erde treffen, interagieren sie mit dem Magnetfeld unseres Planeten und erzeugen faszinierende Lichtspiele, die als Polarlichter bekannt sind.

Warum jetzt? Der Equinox-Effekt

Der März ist aufgrund eines Phänomens namens Russell-McPherron-Effekt eine besonders gute Zeit für die Beobachtung von Polarlichtern.
Dies geschieht um die Frühlings- und Herbst-Tagundnachtgleiche, wenn die Neigung der Erde dazu führt, dass sich ihr Magnetfeld günstiger auf den einfallenden Sonnenwind ausrichtet.
Einfacher ausgedrückt erleichtert der Sonnenstand geladenen Teilchen von der Sonne das Eindringen in die Erdatmosphäre und löst so stärkere Polarlichter aus.

„Während der Tagundnachtgleiche wird der natürliche Schutzschild der Erde gegen den Sonnenwind offener, was stärkere Auswirkungen von Ereignissen wie koronalen Massenauswürfen ermöglicht“, erklärt Weltraumwetterexpertin Dr. Emily Carter.

Wo suchen?

Wenn der Sturm G3-Niveau erreicht, könnten Polarlichter in Regionen wie Illinois, Oregon und noch weiter südlich gesichtet werden.
Die besten Aussichtspunkte befinden sich in dunklen Gegenden abseits der Lichter der Stadt.

Tools, die Ihnen helfen:

  • Meine Aurora-Vorhersage und -Benachrichtigungen (iOS/Android)
  • Weltraumwetter Live (iOS/Android)
  • Das britische Met Office stellt Polarlichtvorhersagen für die nördliche Hemisphäre bereit.

Der aufziehende Sturm erinnert an den Einfluss der Sonne auf unseren Planeten und bietet eine seltene Gelegenheit, Zeuge eines der spektakulärsten Schauspiele der Natur zu werden.
Die Verfolgung der Wetterbedingungen im Weltraum ist der Schlüssel zur Maximierung Ihrer Chancen, die Lichter zu sehen, und das Verständnis der zugrunde liegenden Wissenschaft hilft, die wirkenden Kräfte zu verstehen.