Haboob: Der plötzliche Sandsturm der Wüste

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Haboobs sind intensive, lokalisierte Staubstürme, die in trockenen Regionen wie dem Südwesten der USA und der Sahara häufig vorkommen. Im Gegensatz zu typischen Sandstürmen entstehen Haboobs schnell durch Gewitteraktivität und erscheinen als massive, sich schnell bewegende Wände aus Sand und Staub.

Was macht einen Haboob aus?

Diese Stürme entstehen, wenn der Abwind eines Gewitters – ein kräftiger Luftstrom nach unten – auf den Boden trifft und sich nach außen ausbreitet. In trockenen Umgebungen entstehen dadurch starke Winde, die große Mengen Sand und Staub in die Luft heben und dabei teilweise Tausende von Metern Höhe erreichen. Die Geschwindigkeit kann 60 Meilen pro Stunde überschreiten, die Dauer variiert jedoch zwischen Minuten und Stunden.

Warum sind Habus gefährlich?

Haboobs verringern die Sicht erheblich und machen das Autofahren extrem gefährlich. Die Behörden empfehlen, während eines Haboobs anzuhalten und das Licht auszuschalten, um andere Autofahrer nicht zu verwirren. Die Stürme stellen auch ein Gesundheitsrisiko dar: Sand und Staub können die Lunge und die Augen reizen. Am sichersten ist es, sich im Innenbereich zu schützen und Öffnungen abzudichten.

Haboobs auf der Erde und dem Mars

Während Habus ein bedeutendes Wetterphänomen auf der Erde sind, kommen ähnliche Staubstürme auf dem Mars noch häufiger vor. Die dünne Atmosphäre und der reichlich vorhandene Staub des Roten Planeten schaffen Bedingungen für weltweite Stürme, die monatelang andauern können.

Habus sind eine Erinnerung an die rohe Kraft der Natur in trockenen Umgebungen und stellen eine echte Gefahr für diejenigen dar, die sich ihnen in den Weg stellen. Sie sind ein lokalisierter, aber dramatischer Ausdruck der wirkenden atmosphärischen Kräfte.