Staaten fordern die Rücknahme der Klimavorschriften durch die EPA

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Staaten fordern die Rücknahme der Klimavorschriften durch die EPA

Vierundzwanzig Bundesstaaten sowie mehrere Städte und Landkreise haben rechtliche Schritte gegen die Entscheidung der Trump-Regierung eingeleitet, die Klimapolitik des Bundes zu schwächen. In der beim US-Berufungsgericht für den District of Columbia eingereichten Klage wird argumentiert, dass die Environmental Protection Agency (EPA) rechtswidrig gehandelt habe, als sie eine wichtige wissenschaftliche Feststellung aus dem Jahr 2009 – die „Gefährdungsfeststellung“ – widerrief, wonach Treibhausgasemissionen eine direkte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen darstellen.**

Das zentrale Rechtsproblem

Die Gefährdungsfeststellung war die Grundlage, auf der die EPA die Regulierung der Emissionen aus wichtigen Quellen, darunter Autos, Kraftwerke sowie Öl- und Gasbetriebe, begründete. Durch die Aufhebung dieser Entscheidung hat die Regierung der Behörde faktisch ihre primäre rechtliche Befugnis zur Bekämpfung des Klimawandels entzogen, auch wenn sie sich entschieden hat, diese Befugnis nicht aktiv zu nutzen.

Warum das wichtig ist

Dieser Schritt ist bedeutsam, weil er den jahrzehntelangen etablierten wissenschaftlichen Konsens direkt untergräbt: Die Verbrennung fossiler Brennstoffe erwärmt den Planeten, versauert die Ozeane und verstärkt extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Dürren und Waldbrände. Die Klage zielt darauf ab, die Feststellung der Gefährdung wiederherzustellen und die EPA zu zwingen, ihre Regulierungsbefugnisse beizubehalten.

Die Rolle des Transportwesens

Die Klage zielt auch auf die Rücknahme der Abgasnormen für Kraftfahrzeuge durch die EPA ab. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da der Verkehr die größte Einzelquelle der Treibhausgasverschmutzung in den USA ist und für mehr als ein Drittel der Gesamtemissionen verantwortlich ist. Eine Rücknahme dieser Entscheidung würde die Begrenzung der Fahrzeugverschmutzung wieder einführen, ein wichtiger Schritt zur Eindämmung des Klimawandels.

Breiterer Kontext

Es wird erwartet, dass die Klage mit einer früheren Klage von Umweltverbänden zusammenfällt und einen der bislang größten Rechtsstreitigkeiten gegen den Abbau der föderalen Klimapolitik durch die Regierung auslöst. Die Bundesstaaten argumentieren, dass die Maßnahmen der EPA die etablierte Wissenschaft missachten und das Wohlergehen ihrer Bürger gefährden. Dieser Fall unterstreicht die anhaltende Spannung zwischen der Regulierungsbefugnis des Bundes und den politischen Agenden bei der Bekämpfung des Klimawandels.

Der Ausgang dieser Klage wird weitreichende Folgen für die Zukunft der US-Klimaregulierung haben und möglicherweise die Befugnis der EPA wiederherstellen, Emissionsstandards durchzusetzen und die öffentliche Gesundheit vor den wachsenden Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.