Artemis-2-Raketentest erfolgreich: Mondmission bleibt auf Kurs

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Artemis-2-Raketentest erfolgreich: Mondmission bleibt auf Kurs

Die NASA hat einen kritischen Betankungstest für ihre Mondrakete Artemis 2 erfolgreich abgeschlossen und markiert damit einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zum Start der ersten bemannten Mission in die Mondumlaufbahn seit über einem halben Jahrhundert. Die zweitägige „Wet General Probe“ (WDR) endete am Donnerstagabend im Kennedy Space Center und zeigte, dass die Space Launch System (SLS)-Rakete und die Orion-Kapsel für den bevorstehenden Start vorbereitet sind.

Kraftstoff-Meilenstein erreicht

Der Kern des Tests bestand darin, den SLS mit 730.000 Gallonen unterkühltem flüssigem Wasserstoff (LH2) und flüssigem Sauerstoff zu beladen. Dieser Erfolg ist besonders wichtig, da der vorherige Versuch im Februar durch ein Wasserstoffleck abgebrochen wurde – ein wiederkehrendes Problem, das auch die Artemis-1-Mission plagte. Dieses Mal wurden die ersetzten Dichtungen gehalten und verhindert, dass das Leck die Sicherheitsschwellen überschreitet. Der Erfolg lässt darauf schließen, dass die NASA eine entscheidende technische Herausforderung gemeistert hat.

Die Artemis-2-Mission: Eine historische Rückkehr in die Mondumlaufbahn

Artemis 2 wird vier Astronauten – Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch (alle NASA) und Jeremy Hansen (kanadische Raumfahrtbehörde) – auf einem zehntägigen Vorbeiflug am Mond befördern. Diese Mission dürfte der erste bemannte Raumflug außerhalb der erdnahen Umlaufbahn seit Abschluss des Apollo-Programms im Jahr 1972 sein. Das Artemis-Programm stellt einen erneuten Vorstoß für die Erforschung des Mondes dar, und Artemis 2 ist der erste bemannte Schritt in diesem ehrgeizigen Unterfangen.

Vergangene Herausforderungen meistern

Bei der vorherigen Artemis-1-Mission gelang es zwar, eine ungeschraubte Orion-Kapsel um den Mond zu schicken, es kam jedoch wiederholt zu Verzögerungen aufgrund von LH2-Lecks während der Bodentests. Das Wiederauftreten dieser Probleme gab Anlass zu Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit des SLS und der Bodeninfrastruktur. Der jüngste Test legt nahe, dass die NASA aus den Rückschlägen der Vergangenheit gelernt und wirksame Lösungen umgesetzt hat.

Verbleibende Schritte und Startfenster

Während der WDR insgesamt reibungslos verlief, wurde eine geringfügige Anomalie in der Spannung des Booster-Avioniksystems festgestellt, die zu einer kurzen Pause während der Countdown-Simulation führte. Trotzdem führte das Team zwei vollständige „Terminal Counts“ durch – simulierte Countdowns, die T-33 und T-29 Sekunden erreichten. Die NASA wird am Freitag eine Pressekonferenz abhalten, um die vollständigen Ergebnisse zu besprechen und den weiteren Weg zu skizzieren.

Das nächste Startfenster öffnet sich vom 6. bis 9. März, ein zweites Fenster beginnt Anfang April. Wenn alles gut geht, könnte Artemis 2 innerhalb weniger Wochen abheben und die Menschheit einer dauerhaften Präsenz auf dem Mond näher bringen.

Der erfolgreiche Abschluss dieses Tests unterstreicht das Engagement der NASA bei der Überwindung technischer Hürden und bekräftigt das Ziel der Agentur, Menschen zum Mond zurückzubringen. Bei dieser Mission geht es nicht nur darum, ein Ziel zu erreichen, sondern auch um den Aufbau der Infrastruktur für eine langfristige Monderkundung.