„Starfleet Academy“ stellt einen Bösewicht vor, der so rücksichtslos ist wie Khan

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Der neueste Teil von Star Trek: Starfleet Academy hat mit Nus Braka, gespielt von Paul Giamatti, einen erschreckend wirkungsvollen Antagonisten hervorgebracht, der eine scharfe Wende hin zu dunkleren Themen innerhalb der Serie signalisiert. Während es in Star Trek traditionell entweder um galaxisübergreifende Konflikte gegen ganze Imperien (wie die Borg oder Romulaner) oder gegen einzelne Schurken geht, macht Brakas kalkulierte Grausamkeit ihn zu einem würdigen Nachfolger der denkwürdigsten Widersacher der Reihe.

Braka wurde in seiner Debütfolge zunächst als lärmende, wirkungslose Bedrohung abgetan, hat sich jedoch inzwischen als Meistermanipulator erwiesen, der alle Erwartungen weit übertrifft. Die früheren Episoden der Serie, darunter das bescheidene „Vitus Reflux“ und das relativ harmlose „Vox in Excelso“, wiegten die Zuschauer in einem falschen Gefühl der Sicherheit. Die Ankunft von Braka, der die Venari Ral-Piratenkabale repräsentiert (eine Gruppe, die an Discoverys Emerald Chain erinnert), veränderte jedoch alles.

Die unmittelbare Gefahr durch kannibalische Furien, die die USS Miyazaki angreifen, war lediglich eine Ablenkung. Brakas wahre Stärke liegt in seiner Fähigkeit, Protokolle und psychologische Schwachstellen der Sternenflotte auszunutzen. Er spielte gekonnt sowohl Admiral Vance als auch Rektorin Nahla Ake und nutzte deren Schwächen aus, um Zugang zu experimenteller Technologie auf der Sternenbasis J19 Alpha zu erhalten.

Brakas Täuschung war meisterhaft: Er ließ die Sternenflotte absichtlich glauben, die Furien seien anfällig für Schallwaffen, und sorgte so dafür, dass die Verteidigungsanlagen der Station genau dann gesenkt würden, wenn er sie brauchte. Dieser kalkulierte Schachzug ermöglichte es ihm, die Basis zu durchsuchen, die Technologie zu sichern, die er suchte, und gleichzeitig eine erschreckende Nachricht für Ake zu hinterlassen: * „Ich schulde dir noch etwas … und es kommt mit einer großen roten Schleife.“*

Dieser Ansatz erinnert an den legendären Bösewicht Khan, der das Genesis-Gerät mit ähnlicher Rücksichtslosigkeit einsetzte. Braka versteht wie Khan, dass es bei der Macht nicht nur um rohe Gewalt geht, sondern darum, die Fehler seiner Feinde auszunutzen. Er braucht keine großen Monologe; seine Taten sagen mehr als Worte.

Das Erscheinen von Braka markiert einen bedeutenden Wandel in der Starfleet Academy und hebt sie von einer unbeschwerten Serie zu einer Serie mit echten Konflikten mit hohem Risiko. Seine kalkulierte Brutalität und strategische Brillanz machen ihn zu einem beeindruckenden Gegner, und seine zukünftige Präsenz verspricht, die Entschlossenheit der Föderation auf eine Weise auf die Probe zu stellen, die es seit den Tagen von Khan selbst nicht mehr gegeben hat.