Ist Massentestosteron-Screening der nächste schlechte Schachzug des Militärs?

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Das Pentagon will große Waffen. Insbesondere die Art, die in den Körpern von Soldaten steckt.

Verteidigungsminister Pete Hegseth hat gerade eine neue Richtlinie angekündigt: Alle US-Militärangehörigen ab 30 Jahren werden sich obligatorischen Testosterontests unterziehen. Die Logik ist brutal einfach. Niedrige T bedeutet niedrige Energie. Niedrige Energie bedeutet eine schwache Kampfkraft. Ein hoher Testosteronspiegel bedeutet theoretisch eine gesunde, fähige und entscheidend dominante Armee. Diejenigen, bei denen ein Mangel festgestellt wird, werden nicht nur streng angesehen. Ihnen wird eine freiwillige Hormonersatztherapie angeboten.

Es klingt effizient. Es klingt aggressiv. Es klingt auch wie ein Rezept für eine Katastrophe.

Die Wissenschaft der synthetischen Dominanz

Tom Whipple kauft den Hype nicht ab. Er setzte sich mit Professor Joe Herbert aus Cambridge zusammen, um die Prämisse zu analysieren. Ist es wirklich der Vorteil, den wir brauchen, wenn wir Soldaten mit synthetischem Testosteron auf Trab halten?

Herberts Antwort ist ein klares Nein. Oder zumindest nicht so, wie Hegseth denkt. Testosteron ist kein Zauberstab für Kampfbereitschaft. Es ist ein komplexes Hormon mit systemischen Wirkungen. Überfluten Sie den Körper damit, und Sie erschaffen nicht unbedingt einen Supersoldaten. Sie erzeugen ein chemisches Ungleichgewicht mit Verhaltensnebenwirkungen. Aggressionsspitzen. Die Risikobewertung stumpft ab.

Die Idee, dass ein einziger Bluttest „Dominanz“ quantifizieren kann, ist Pseudowissenschaft in Uniform. Zur echten Bereitschaft gehören Schlaf, Ernährung, psychische Gesundheit und taktisches Geschick. Mit einer Steroidspritze kann man eine gebrochene Doktrin nicht reparieren.

Orca Math und Dead Sunfish

Wenn menschliche Hormone überbewertet werden, schauen Sie auf den Ozean. Die Meeresbiologin Kathryn Ayres von Beneath the Waves hat gerade etwas Seltsames entdeckt. Eine Gruppe Orcas jagt einen toten Mondfisch. Aber sie essen es noch nicht. Sie werfen es herum.

Gemeinsam. Kraftvoll.

Die Wale schwimmen mit so viel Kraft in den Kadaver, dass er explodiert. Splitter. Platzen.

Warum? Ist es eine Lektion für die Kälber? Ein lehrreicher Moment, wie man große Beute verarbeitet? Oder ist es nur Walspiel? Ayres schlägt Letzteres vor. Es sieht nach Spaß aus. Es sieht chaotisch aus. Aber es ist auch ein Ausdruck sozialer Bindung. In der Wildnis ist Spielen Übung. Oder es ist einfach Langeweile. Die Linie ist verschwommen.

KI vs. 87-jähriger Mathe

Zurück auf der Erde hat Kit Yates – der ansässige Mathematiker – einen kleineren Sieg vor sich