Der Mars hat reinen Schwefel. Niemand weiß, wie es dorthin gelangt ist.

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Eigentlich haben wir eine Idee. Und es handelt sich um einen kosmischen Absturz.

Der NASA-Rover Curiosity stieß zufällig auf sie. Es fuhr im Jahr 2024 direkt über die Felsen am Gale-Krater, zerkleinerte das Material und brachte Kristalle zum Vorschein, die genau den Farbton von Mello-Yello-Zuckerwasser hatten.

Auf den ersten Blick sah es wie eine Kuriosität aus. Ein kleiner Fleck aus seltsamem Stein. Das Team erkannte schnell, dass es sich hierbei nicht um eine Anomalie handelte. Es war ein Feld. Ein ausgedehnter 50-Meter-Teppich aus reinem elementarem Schwefel.

„Wir glauben nicht, dass wir uns in der Nähe eines Vulkans befinden“, sagte Abigail Fraeman. Der stellvertretende Projektwissenschaftler hatte recht. Keine Lüftungsschlitze in der Nähe. Für die gelbe Kruste sind keine heißen Quellen verantwortlich.

Auf der Erde bedeutet reiner Schwefel normalerweise Vulkane. Überhitzte Gase zischen durch Spalten. Oder vielleicht sind Bakterien am Werk, die chemischen Schlamm in Gestein verwandeln. Keine der beiden Erklärungen passte wirklich auf die Marslandschaft, in der Curiosity geparkt war. Was hat diese Einlagen also auf dem Tisch gelassen?

Ein himmlischer Splitterschauer

Hier ist die neue Theorie. Ein Asteroid prallte auf den Mars. Nicht lange danach. Es traf ein Gebiet, in dem bereits unterirdischer Schwefel verborgen war.

Der Aufprall erzeugte wahnsinnige Hitze. Genug, um den verborgenen Schwefel zu einer Flüssigkeit zu schmelzen. Stellen Sie sich dicke gelbe Lava vor, aber kühler und flüchtiger. Es floss mehrere Kilometer bergab, bevor es zu festen Brocken abkühlte.

Es klingt dramatisch. Aber überprüfen Sie die Geologie.

Wissenschaftler stellten dieses Modell auf der Versammlung der European Geosciences Union in Wien vor. Sie deuten auf einen beschädigten Krater weiter oben hin. Es ist etwa 1,28 Fuß breit. Eine Seite ist gebrochen. Es sieht weniger wie ein Loch aus, sondern eher wie eine zerbrochene Schüssel, aus der der Inhalt verschüttet wird. Diese gebrochene Lippe? Eine natürliche Dachrinne. Der geschmolzene Schwefel ergoss sich, floss 2,5 Meilen den Hang hinab und sammelte sich hinter Haufen herabgefallener Steine.

Die Löcher erzählen eine Geschichte

Die physischen Beweise unterstützen dies. Die vom Rover gefundenen Steine ​​haben Löcher. Runde. Forscher gehen davon aus, dass es sich dabei um Gasblasen handelte. Als der flüssige Schwefel abkühlte und sich verfestigte, entwich das eingeschlossene Gas und hinterließ Hohlräume.

Roverbilder zeigen weitere dieser Löcher in höheren Lagen der Lagerstätte. Macht Sinn. Wenn Sie Kühlflüssigkeit in eine Mulde gießen, kühlen die Ränder zuerst ab. Die Blasen bleiben in der Nähe der Oberfläche hängen, während die tiefere Flüssigkeit länger heiß bleibt.

Wir haben also Strömungsdynamik. Wir haben Abkühlungsmuster. Jetzt müssen wir die Physik überprüfen.

Die Zahlen knacken

Kann ein Asteroid tatsächlich genug geschmolzenen Schwefel erzeugen, um eine Strecke von 50 Metern zurückzulegen?

Das Team führte Computersimulationen durch. Sie modellierten Steine, die mit Geschwindigkeiten zwischen 11.000 Meilen pro Stunde und 22.00 Meilen pro Stunde auf den Mars prallten. Je schneller der Aufprall erfolgt, desto mehr Schwefel schmilzt.

Hier liegt jedoch das Problem. Der größte Teil dieses Schwefels bleibt nicht an Ort und Stelle. Ungefähr 75 bis 80 Prozent werden aus dem Krater geschleudert oder verdampfen in Luft. Nur etwa ein Viertel bleibt im Inneren und kann herausgeschüttet werden.

Damit diese Rechnung aufgeht, musste der Boden vor dem Absturz unglaublich reich an Schwefel sein. Etwa die Hälfte des Materials. Das ist viel Schwefel für ein beliebiges Stück Mars-Dreck. Woher kam es? Wahrscheinlich alte Vulkane.

Der Asteroid hat den Schwefel nicht erzeugt. Es hat einfach gekocht. Es wirkte wie ein kosmischer Schnellkochtopf.

Aber diese Modelle sind grob. Wirklich hart. Wissenschaftler geben zu, dass ihnen eine spezielle physikalische Engine für das Verhalten von Schwefel unter extremen Aufpralldrücken fehlt. Es handelt sich hierbei um eine auf Daten basierende Vermutung, aber nicht um eine präzise Simulation.

Die Neugier rollt in Richtung des vermuteten Quellgebiets. Wenn das Gestein dort mit Schwefel gesättigt ist, gilt die Impakttheorie als zutreffend. Wenn nicht, dann liegen immer noch gelbe Steine ​​herum, ohne Grund.

Wir werden abwarten, wo der Rover landet.